Der britische Autor und Regisseur Alexander Zeldin gilt als der Ken Loach des Theaters, weil er auf der Bühne die großen Sozial- und Gesellschaftsfragen verhandelt. Von antiken Dramen sollte er besser die Finger lassen – das zeigt nun seine Neufassung der "Antigone". Nehmen wir einmal an, diese Premiere an der Berliner Schaubühne hieße nicht "Antigone. Der Abschied", sondern nur "Der Abschied".